09.11.2019 – Taipei und Rückflug nach Wien

Nocheinmal Taipei hautnah erlebt. Viel Zeit ging mit weiterer Helmsuche drauf. Den letzten gesuchten Helm fand ich 50 Meter vor unserer Unterkunft bevor ich am Flughafen fuhr. Diese Preise dafür sind genial. Um 23:45 flog ich dann direkt mit China Air nach Wien, wo ich um 06:05 ankommen werde.

Konfuziustempel
Night Market – nicht nur Fußgänger
Resümee: Taiwan ist ein wenig kleiner als Österreich, hat aber etwa 23 Millionen Einwohner. Diese leben hauptsächlich an der West- und Nordküste. Die Stadt Taipei ist von der Stadt Neu Taipei umschlossen. Beide haben eine Einwohnerzahl von fast 7 Millionen. Die Ostküste ist wenig bewohnt und ist landschaftlich gebirgiger und grüner. Die Städte gleichen einander sehr. Sie haben alle kein Zentrum, große Straßen, ein Geschäft nach den anderen und viele Hochhäuser die nicht wirklich ein Blickfang sind. Und Millionen von Schildern mit chinesischen Buchstaben/Wörtern. Wir haben nur Taipei, Hualien und Taichun besucht. Die Bevölkerung ist sehr höflich, nett und hilfsbereit. Jedoch sprechen viele kein Englisch und können die lateinische Schrift nicht lesen. Bei den wenigen Sehenswürdigkeiten die es hier gibt, werden keine Eintritte verlangt. Ganz wenige Ausnahmen und dann auch nur sehr geringer Betrag. Es gibt sehr wenig Mistkübeln, dafür sehr viele saubere öffentliche Klos. Gute Zug- und Busverbindungen. Auf jeden Fall sollte man sich eine Easycard kaufen, mit der das Reisen in Bussen, U-Bahnen und teilweise auch in Zügen problemlos funktioniert. Internationaler Führerschein ist für das Mieten von Autos unbedingt erforderlich. Für die 125cc Scooter in Kenting brauchten wir keinen Ausweis und keinen Führerschein. Ob das überall so ist, kann ich nicht sagen. Wir haben aufgrund unseres fehlenden internationalen Führerscheins, kein Auto ausborgen können. Im Nachhinein war es aber gut so, sonst hätten wir zu viel Zeit gehabt. 7-10 Tage mit einem Auto ist voll ausreichend. Für uns war die Taroko Schlucht, der Süden und der Sonne Mond See die highlites von Taiwan. 
 Alles natürlich nur meine Meinung und die von Alfred.

08.11.2019 – Taipei

Anreise: Mit dem Bus in 1:42 h nach Taichung. Dort nahmen wir unseren am Vortag reservierten Zug um 12:45 nach Taipei. Dauer: 2:15 h. Preis: NT$ 375 (~€ 11). Die späteren Expresszüge waren schon sitzplatzmässig ausgebucht.

Den Abend verbrachten wir mit Helmkauf und Nachmarkt.

Gelber mit Brille etwa € 20 – schwarzer € 4,50
Yonglian Tempel bei Nacht

Unterkunft: Luzhou New Apartment; gleiche Unterkunft wie am Anfang; direkt angeschrieben, daher Preis von NT$ 2000 (~€ 60) für 2 Nächte für Zimmer ohne eigenem Bad. Schönes Zimmer mit durchgehender Glasfront.

07.11.2019 – Sonne Mond See Umrundung

In unserer Unterkunft bekamen wir einen Gutschein um NT$ 150 (~€ 4,50) mit dem wir bei „Happy Bicycle“ ein Rad für den ganzen Tag mieteten. Naja nicht die besten Räder, dafür billig. Für die etwa 30 km Seeumrundung ok.

Architektonische Meisterleistung

Ci‘en Pagode ist 46 Meter hoch und hat an seiner Spitze exakt 1000 hm. Sie wurde 1971 vom Präsidenten Chiang Kai-Shek in Erinnerung an seine Mutter erbaut. Superschöner Ausblick über den See und Gebirge.

Sonne Mond See – Ausblick von der Pagode
Xuangzan Tempel

Der WenWu Tempel befindet sich am Nordufer des Sees und wurde 1938 fertiggestellt. Der Tempel ist einem Kriegsgott (Guan Gong) und Konfuzius geweiht. Wirklich beeindruckend sind auch die vielen Decken mit ihren Ornamenten. Der Eintritt ist kostenlos und es ist ganzjährig geöffnet. Ein absolutes MUSS !

Wenwu Tempel

06.11.2019 – Sonne Mond See / Anreise Yuchi

  • Anreise: Kenting -> Sonne Mond See; Dauer: 8:10 Stunden.
  • 10:30 mit dem Bus von Kenting nach Fangliao. Dauer: 1 Stunde.
  • 11:52 mit dem Zug nach Tainan. 1:55 Stunden. Preis: NT$ 238 (~€ 7)
  • 14:19 mit dem Zug nach Taichung. 1:55 Stunden. Preis: NT$ 363 (~€ 11)
  • 16:45 mit dem Touristenbus nach Sonne Mond See. 55 Minuten.
Aktives Atomkraftwerk im Kenting Nationalpark
Bahnhof Taichun

Taiwan ist ein bisschen kleiner als Österreich und hat etwa 23.000.000 Einwohner. Die meisten großen Städte befinden sich im Westen und Norden der Insel. Nur zur Info: Neu-Tapeih ist ein Teil von Taipeh.

Unterkunft: Sun Moon Tea B&B; Preis: NT$ 6406 (~€ 190) für 2 Nächte. Zuerst bekamen wir ein Zimmer ohne Fenster obwohl in der Beschreibung Stadtblick steht, wurden dann auf ein größeres Zimmer mit Fenstern und sogar einer Holzbadewanne hochgestuft. Die meisten Zimmer dürften hier ohne Fenster sein. Ansonsten sehr schön und neu.

05.11.2019 – Kenting Nationalpark 3. Tag

Wir machten es vom Wetter abhängig ob wir noch einen Tag bleiben. Es regnete nicht und man konnte sogar einige blaue Flecken am Himmel erkennen. Es stürmte aber das kannten wir schon vom Vortag. Wir blieben, nahmen unsere Moperl und erkundeten diesmal die Halbinsel im Westen.

Sisal Industry Historical Exhibition: Früherer Anbau und Verarbeitung von Sisal. Sisal ist eine mexikanische Argave mit großen, fleischigen Blättern kultiviert für die Faserproduktion.

Sisal wurde 1901 vom US-Konsul James Davidson aus Mittelamerika/México nach Taiwan gebracht. Innerhalb von 50 Jahren war die Hengchun-Halbinsel zum Zentrum der taiwanischen Sisalindustrie geworden. Die Industrie begann zu verblassen als Nylon Sisal als Material für die Herstellung von Seilen. Im Sisal Industry Historical Exhibition auf der Südseite des Longluan-Sees wird dies wieder in Erinnerung gerufen. Das Museum ist durch eine Sisalskulptur am Eingang der Straße nach Maobitou gekennzeichnet. Es ist auf jedenfall einen Besuch wert !!!

Der Strand von Baisha gefiel uns so gut, dass wir am Nachmittag, nachdem wir unsere Badehosen geholt hatten, noch einmal hinfuhren und das chinesische Meer bei etwa 27 Grad genossen.

Strand von Baisha

Das Vogelbeobachtungszentrum am Longluan Lake ist ein hässlicher Bau, der innen aber sehr modern ist. Moderne Ferngläser ermöglichen eine tolle Beobachtung der Tierwelt. Zusätzlich ist eine Vogelaustellung zu sehen. Der Eintritt, ist wie fast überall in Taiwan, umsonst.

Vogelbeobachtungsstation

Den Abend wieder am Night Market, der sich links und rechts der Straße befindet, verbracht.

Wetter: Bewölkt, ganz wenig sonnig und sehr stürmisch bei etwa 28 Grad.

04.11.2019- Kenting Nationalpark 2. Tag

Um TW$ 350 (~€ 10) Kymco 125cc für 24h ausgeborgt. Wir fuhren zum südlichsten Punkt der Insel zurück an der Ostküste bis Fongchueisha und über den Kenting Nationalpark wieder zum Ausgangspunkt. Dazwischen die Highlites mit manchmal orkanartigem Wind und Regen. Das ganze in ~ 6 Stunden mit Mittagessen und 90 minütiger Wanderung im Nationalpark.

Chuanfan Rock
Shadao

Light house: Der Leuchtturm am Kap Eluanbi markiert die Südspitze Taiwans mit Blick über die Straße von Bashi. Eintritt NT$ 60 (~€ 1,80). Parkgebühr für Motorbike NT$ 10 (~€ 0,30).

Mittagessen einer viel zu großen und unschmackhaften Hühnersuppe

Die Fahrt an der Ostküste nach Fongchuesia war aufgrund des sehr starken Windes nicht so einfach. Manchmal versetzte es uns plötzlich seitlich um einen Meter. Sogar Fotos der Landschaft war kein leichtes Unterfangen.

Fongchuesia
Der Kampf mit dem Regenschutz – Teil 1
Der Kampf mit dem Regenschutz – Teil 2

Der Besuch der „Kenting Forest Recreation Area“ war unser letzter Punkt. Parkgebühr für Motorbike NT$ 20 (~€ 0,60). Eintritt NT$ 60 (€ 1,80). Sehr touristisch angelegt, mit vielen asphaltierten Wegen und Stufen. Die gesperrten Höhlen wurden trotzdem von uns besichtigt. Vom Aussichtsturm hat man einen hervorragenden Rundumblick. Alles in allem trotzdem sehenswert und interessant, da auch viele Pflanzengärten angelegt wurden. Wahrscheinlich aufgrund der Nebensaison und des nicht so berauschenden Wetters, hatten wir den Park fast für uns alleine.

Wetter: Bewölkt, regnerisch und stürmisch bei 27 Grad.

03.11.2019 – Kenting Nationalpark 1. Tag

Anreise: Ab Taitung mit dem Zug 1:40 Stunden nach Fangliao. Preis: NT$ 223 (~€ 6,50). Weiter mit dem Bus 1 Stunde zum Kenting Nationalpark. Die Zugkarte kauften wir online. Danach muss man diese entweder 30 Min. vor der Abfahrt am Bahnschalter abholen, oder bei einem Seven/Eleven bzw. FamilyMart jederzeit gegen eine Gebühr von NT$ 8 ( etwa € 0,24) abholen/ausdrucken.

Da wir erst um 14:00 ankamen, machten wir eine Runde durch die eher kleine Stadt Kenting. Beim „Little Bay Beach“ genehmigten wir uns ein Bier, bevor es in der Dunkelheit wieder zurück ging. Am Nachhauseweg gönnten wir uns noch eine teilweise schmerzhafte 40 Min. Nacken/Wade/Fuß Massage um etwa € 16.

Little Bay Beach

Unterkunft: Kenting Hemingway; super Unterkunft mit kleiner Terasse; Preis: € 90 für 2 Nächte ohne Frühstück im Deluxe 2 Bettzimmer.

Leihmoperl

Wetter: Bewölkt bei 28 Grad.

02.11.2019 – Amis Folk Center

Von der Busstation in Taitun mit dem Bus 8101 (East Coast Line) um 11:10 zum nahe am Ort Duli liegenden „Amis Folk Center“. (40 km-85 Min.). Dort warteten wir bei einem köstlichen Toast und Tee auf die um 14:00 beginnende Show. Leider wurde nur chinesisch geredet und erklärt. Wir genossen die dazwischen kurzen musikalischen Darbietungen. Aufgrund der nur alle 60-90 Minuten verkehrenden Busse, waren wir um 17:00 zurück. Ohne Auto ist alles sehr zeitaufwändig, dafür billiger und relaxter.

Amis Folk Center
Amis People

Den Abend verbrachten wir in der Stadt. Der „Night Market“ war das Highlite. Viele kulinarische, teilweise für uns sehr kuriose, Angebote. Auch gibt es viele Spielstände jeglicher Art.

Bewacher !!

Wetter: Sonnig bei 28 Grad.

Anmerkung: Es wird schon um 17:10 dunkel. Sonnenaufgang 06:00.

01.11.2019 – Sanxiantai (Plattform der Drei Unsterblichen) / Taitung

Mit dem Zug von Hualien nach Fuli (09:00-10:20/€7). Dort handelten wir ein Taxi um NT$ 1200 (~€ 35) aus um nach Sanxianti zu kommen. 50 Minuten später waren wir bei der „Plattform der Drei Unsterblichen“. Auf ihr sollen drei der Acht Unsterblichen bei einer Reise gerastet haben, was angesichts der Aussicht nicht wundert. Einen achtbogige Brücke, die den Rücken eines Drachen symbolisiert, verbindet das Festland mit der kleinen Felseninsel.

Man beachte die Harmonie des Rucksackes mit der Hose.
Brücke der Acht Bögen

Um 13:20 fuhren wir direkt von dort mit dem Bus zur 50 Minuten entfernten Stadt Taitung, wo wir 2 Nächte bleiben werden.

Wetter: Bis zum Nachmittag teilweise sehr regnerisch bei 25-27 Grad.

Unterkunft: Free Wind B&B, sehr schönes Zimmer, direkt gebucht. Für das 4 Bettzimmer € 130 für 2 Nächte. Sehr nette Besitzer !!

31.10.2019 – Cingshuei Klippen

Da das Reisen ohne Auto hier sehr mühsam ist, versuchten wir den ganzen Vormittag bei 3 verschiedenen Agenturen ein Auto zu mieten. Ohne internationalen Führerschein geht hier gar nichts. Ich war vor meiner Reise noch beim ÖAMTC, eine internationale Übersetzung zu besorgen. Habe diese bekommen, aber leider ist das nicht genug. Es muss ein internationaler Führerschein mit Foto sein. Wo man diesen bekommt, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Na gut, es geht weiter mit Zügen, Bussen und Taxi, die hier recht billig sind.

Wir fuhren mit dem Zug 20 Minuten zum Ort Chongde, der ~ 7 km vom Aussichtspunkt der Cingshuei-Klippen entfernt ist. Wir stiegen aus, verließen die Station und standen auf einer einsamen Landstraße. Wir folgten ihr nach links bis in die Stadt!! Unsere Bemühungen zum 7 km entfernten Punkt zu kommen blieben erfolglos. Keine Räder, kein Moperl, kein Bus -> nur zu Fuß. Ich probierte mich in Autostoppen. Es blieb wirklich ein Taxi mit einer Frau als Fahrgast stehen, die uns dann bis zum Aussichtspunkt mitnahm. Er war nur 2 km entfernt 😳. Es gab 2 Aussichtspunkte 🤪 einer vom Norden und einer vom Süden. Zu bemerken ist noch, als ich das Taxi aufhielt, befand sich Alf ums Eck beim Lullen. Die Fahrgästin fragte mich ob ich allein bin. Ich verneinte und Alf kam ums Eck. Sie nahm uns trotzdem mit.

Nach der Besichtigung ging die Suche nach der Rückfahrt erneut los. Wir fragten einige dort am Parkplatz stehende Reisebusse, versuchten uns wieder in Autostoppen. Vergeblich !! Dann fragten wir ein dort, auf einen Fahrgast wartendes, Taxi. Wir handelten € 15 für die Rückfahrt nach Hualien (32 km) zum Bahnhof aus. Wir wechselten unser Ziel zur Uferpromenade in Hualien. Unsere Taxifahrerin brachte uns nach mühsamen Erklärungen und eine Telefonat mit einer weiteren Dame, zum einem Strand nahe des Flughafens. War schön dort, aber dawollten wir nicht hin. Nach weiteren Erklärungen und Hilfe von Google Maps und eines anderen Taxifahrers, kamen wir dann an der Uferpromenade an. Zufrieden und glücklich verabschiedeten wir einander. Komisch war nur, das die ganze Zeit der Taxameter eingeschaltet war und dieser schon bereits auf € 22 stand. Resümee: Wir werden mehr mit Taxis fahren, da wir uns jetzt pro Tag mindestens € 60 für das Leihauto sparen.

Ausblick auf die Cingshuei Klippen

Wieder strömender Regen am Abend, der uns immer wieder in verschiedene Lokalitäten zwang. Untertags wolkig bei 27 Grad.

Bemerkung: Auch wenn man Einheimischen die gesuchten Namen oder Orte im Reiseführer, IPad oder Handy zeigt, wissen sie nicht wohin wir wollen bzw. wo sich diese befinden. Vielleicht aber können die meisten die lateinischen Buchstaben nicht entziffern. Trotzdem sind sie hilfsbereit und freundlich. Sogar der Google Übersetzer nützt manchmal nix. Zum Beispiel-Spracherkennung: Wir wollen nach Hualien -> Wir wollen nach New Orleans.